9.Juni: Science Slam Staatsmeisterschaft 2017 in Graz

Die besten Slammer Landes kommen ins Orpheum Graz:
Von Quantensprüngen auf Bierkisten über Risikoeinschätzung im sexuellen Erregungszustand bis zu personifizierten Pigmentzellen, von Chlorhühnern über Bart Simpsons Hintern bis zur mathematischen Kochshow – aktuelle Forschung kurz+pointiert auf der Bühne!

Wer live dabei ist erlebt nicht nur packende Präsentationen, sondern entscheidet auch im Tischvoting mit, wer die Staatsmeisterschaft 2017 gewinnt!
Fr 9.6.17, 20h, Science Slam Staatsmeiterschaft 2017, Orpheum Graz
Info+Tickets: Orpheum Graz (Online-VVK 6€ / AK: 8€)

3. April: Science Slam im Wiener Metropol

Ernährungs- und Verdauungsschwerpunkt beim Science Slam im Metropol. Von den Erlebnissen eines Darmbakteriums über den smarten Trinkbecher bis zur Reise der Endprodukte durch das Kanalsystem. Auf der Bühne waren Wickie und Donald Trump, Obelix und Lara Croft sowie ein dehydrierter „Herr Mayer“ aus dem Seniorenheim unterstützend im Einsatz. Mit gekonnter Publikumsinteraktion wurde demonstriert, dass Pokern kein Glücksspiel, sondern Denksport ist. Am Ende kürte das Publikum die Handelsökonomin Julia Grübler mit ihrer brillianten Präsentation über Handelshemmnisse und Chlorhühner zur strahlenden Gewinnerin, die sich damit für die Science Slam Staatsmeisterschaft im Juni in Graz qualifiziert.

 

3. Science Slam Linz

Der Posthof war wieder voller erwartungsvoller Menschen, die aktuelle Forschung kurz, pointiert und authentisch präsentiert erleben wollten.
Das Spektrum reichte von Astrophysik über Photochemie bis zur Bioinformatik, vom Online-Dating bis zur Geburt eines Sterns. Chemiker Simon Salzl von der JKU Linz brachte seine zukunftsträchtige Forschung zur direkten Gewinnung von Wasserstoff mittels Sonnenlicht anhand eines großformatigen und selbstleuchtenden Modells sehr anschaulich auf die Slam-Bühne. Astrophysikerin Lenka Zychová (Masaryk University Brno) beeindruckte mit einer geradezu poetischen Schilderung ihrer Forschung zu interstellaren Blasen aus denen Sterne entstehen.

Der Mathematiker Kirk Soodhalter (JKU/RICAM) präsentierte das abstrakte Thema Algorithmen als wunderbare Kochshow-Metapher und brachte das Publikum mit seinem Humor zu echten Begeisterungsausbrüchen. Laserphysiker Matthias Knorr (Uni Regensburg) erläuterte seine Masterarbeit zur Frequenzverdopplung mit tatkräftiger Unterstützung eines überlebensgroßen und physikalisch hochgebildeten Osterhasen. Bioinformatiker Thomas Unterthiner (JKU) knüpfte nocheinmal beim Thema Algorithmen an, erläuterte seine Forschung zur künstlichen Intelligenz anhand seiner Erfahrungen beim Online-Dating und sorgte damit für zahlreiche herzhafte Lacher im Publikum.

 

3. Science Slam Salzburg

Bart Simpsons Hintern, die drei Schweinchen und sogar eine Live-Ultraschalluntersuchung waren auf der Bühne zu erleben. In der wieder restlos ausgebuchten ARGEkultur reichte das Themenspektrum von Anthropologie über Neurolinguistik bis zur Holzchemie. Unser Konsumverhalten wurde ebenso analysiert wie unsere Sprechwerkzeuge. Dazu war ein gut erhaltenes und höchst informatives Haushaltsbuch aus Mozarts Zeit und ein Bild von Bansky im Einsatz.

Am Ende des Abends kürte das Publikum den Linguisten Thomas Kaltenbacher (Uni Salzburg) mit seiner beeindruckenden dialektalen Variabilität und überzeugenden Visualisierungstechnik zum Slam Champion.

 

FH Campus Wien: Science Slam beim Open House

Von biomedizinischer Analytik bis zu Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom sicheren Burger über den smarten Trinkbecher bis zur Jagd durch Körper: Impressionen vom Special-Science-Slam an der FH Campus Wien am 10.3.17 gibt’s hier!

 

Gelungene Weltpremiere: Science Slam im Dunkeln

Vier mutig-kreative Forscher/innen stellten sich am 24. Jänner der Herausforderung, ihre Arbeit in völliger Dunkelheit und in maximal sechs Minuten rein akustisch zu präsentieren. Völkerrechtler Ralph Janik (Uni Wien) eröffnete den Abend mit einer treffend-vielschichtigen Schulhof-Metapher der aktuellen weltpolitischen Situation. Florian Schwarzenbacher (Uni Wien) demonstrierte live die Auswirkung von Magengasen auf sein Klarinettenspiel, garniert mit humorvollen Erläuterungen seiner musikwissenschafltichen Studien zu diesen Eruktationen. Wildbiologe Robin Sandfort (BOKU) schilderte höchst poetisch die GPS-gestütze Erforschung des „Angstraums“ von hungrigen Rehen, ohne dabei das Bambi-Klischee zu strapazieren. Lara Lammer (TU Wien) präsentierte ihr Konzept der Robotik-Vermittlung für Kinder und Jugendliche durch die sehr gekonnte Imitation von zwei Roboterstimmen.

Anschließend wurde das gutgelaunte und grandios interaktionsfreudige Publikum vor die Herausforderung gestellt, in völliger Dunkelheit mit unbekannten Tischnachbar/innen über die Präsentationen zu diskutieren und mittels Pappbechern Punkte zu vergeben. Die Guides von „Dialog im Dunkeln“ sammelten dann die Becherstapel ein, steckten sie ineinander und am Ende war der 4. Turm am größten. Christian Smoliner vom BMWFW konnte daher Lara Lammer zum allerersten „Dark Science Slam Champion“-Titel gratulieren – samt Gutschein für ein edles „Dinner im Dunkeln“!

 

Science Slam Wien: Mit Thors Hammer zum Erfolg!

Physiker Jakob Fellinger (TU Wien) eröffnete den Science Slam im Wiener Metropol mit einer ausgesprochen anschaulichen Einführung in die Quantenphysik. Die Energieniveaus eines Atoms baute er mit verschiedenfarbigen Bierkisten auf der Bühne auf. Ein sportlicher Fachkollege führte dann in der Rolle des Elektrons die Quantensprünge live vor und demonstrierte damit die prinzipielle Funktionsweise herkömmlicher Atomuhren. Jetzt wird an der Entwicklung einer völlig neuen Technologie geforscht: Statt der Übergänge in der Elektronenhülle sollen dabei die Energieniveaus im Kern eines Thorium-Atoms genutzt werden. Als Metapher für dieses nach dem Donnergott Thor benannte Element schwang Jakob Fellinger dessen riesigen Hammer und zeigte, dass mit dieser deutlich präziseren Atomkern-Uhr in Zukunft noch viel „härtere physikalische Nüsse“ geknackt werden können als bisher. Durch das exakte Vermessen der grundlegenden Naturkonstanten könnte man etwa die Geheimnisse des (frühen) Universums lüften.

© Roland Rudolph

Niklas Luhmann versetzte gleich das gesamte Publikum in die Rolle von Elektronen und erläuterte seine Arbeit im Bereich der Bio-Sensorik durch raffinierte Anregung einzelner „Publikumselektronen“ mit Hilfe von Schokobonbons und einer überdimensionalen Wasserpistole. Benjamin Mörzinger führte den Paradigmenwechsel vom klassischen Maschinenbau-Werkzeug (funkensprühender Winkelschleifer) zum maschinellen Lernen (Laptop) eindrucksvoll vor Augen. Der forensische Anthropologe Lukas Waltenberger demonstrierte, wie man bei halbverbrannten Knochen eines Mordopfers noch Rückschlüsse auf die Tatwaffe ziehen kann und der Völkerrechtler Ralph Janik von der Universität Wien diskutierte ausgesprochen humorvoll die Frage: Kann ich meinen eigenen Statt gründen?

Das begeistere Publikum kürte am Ende des Abends in einem Diskussionsvoting Jakob Fellinger zum Slam Champion des Abends. Er qualifiziert sich damit für die Science Slam Staatsmeisterschaft im Mai und hat die Chance, Österreich beim Europafinale zu vertreten.
Hier sind die VIDEOS

 

6. Science Slam Innsbruck

Geballte Ladung Wissenschaft im Treibhaus vor einer geballten Ladung Publikum: Von Quantenoptik über Medizinphysik bis zur geographischen Konfliktforschung. Von der Suche nach dem Jungbrunnen über Promiskuöse Proteasen, die Wirkung von Magengasen beim Blasmusikspiel bis zur Frage, ob wir Risiko im Aktivitäts- und Erregungszustand anders einschätzen als in Ruhe. Die Stimmung war wieder genial. Am Ende wurde das Team des Psychologen Bernhard Streicher zum Slam Champion gekürt. Hier sind die VIDEOS

© Eva Fessler

 

Open Air Slam Graz

Ende Juni wurde die EM-Public Viewing Arena am Grazer Mariahilferplatz an einem fußballfreien Tag vom Science Slam erobert: Über 850 Menschen erlebten bei bestem Frühsommerwetter Wissenschaftskommunikation auf höchstem NIveau. Das Themenspektrum reicht von geheimnisvollen Hundeaugen bis zum kollektiven Diffusions-Verhalten von Biertrinkern, vom Blind Date mit Smartphone über Arsen in unserer Nahrung bis zur abenteuerlichen Reise einer Schmerztablette durch den Körper. Am Ende des Abends wurde das Team „Melanoscience“ der Med Uni Graz zum Slam Champion gekürt. Hier geht’S zu den VIDEOS

© Science Slam

 

Science Slam Staatsmeisterschaft 2016

Im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“ fand am 22.4.16 das Science Slams Österreichfinale statt. Hunderte Wissenschaftsinteressierte drängten sich ins Bühnenzelt am Wiener Heldenplatz, wo die Slam Champions aus fünf Städten ihre aktuelle Forschung in je 6 Minuten pointiert und allgemeinverständlich präsentierten und für kurzweilige Unterhaltung auf hohem wissenschaftlichem Niveau sorgten.

© BMWFW/Martin Lusser

Das Themenspektrum reichte von revolutionärer Akku-Technologie über Trockenstress bei Bäumen bis zu romantischen mathematischen Formeln. Zur Veranschaulichung der Forschungsprojekte kamen auf der Bühne unter anderem ein quietschendes „Quantenhuhn“, Tischtennisbälle im Ionenmodell aus Eierkartons und sogar ein sprechender Bergahorn mit deftigem Tiroler Dialekt zum Einsatz.

Chemiker Florian Preishuber-Pflügl (TU Graz) demonstrierte seine Dissertation mit anschaulichen Ionenmodellen und Piktogrammen. Peter Ranacher (Geoinformatik, Uni Salzburg) kam mit einem ganzen Team auf die Bühne und stellte seine Forschung zur Analyse von Fahrverhalten und Treibstoffverbrauch mittels GPS-Daten in einer rasanten szenischen Inszenierung dar. Stefan Mayr (Botanik, Uni Innsbruck) erläuterte die Emboliegefahr bei Bäumen in einer humorvollen Bauchredner-Präsentation und der Mathematiker Felix Günther (Uni Wien) erklärte diskrete Krümmung mittels Fußball, krummer Gurke und Milchpackerl.

© BMWFW/Martin Lusser

Martyna Grydlik vom Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik der Uni Linz beeindruckte sowohl mit enormer Bühnenpräsenz als auch mit einem echten Durchbruch in der Halbleiterphysik, der ihr kürzlich gemeinsam mit Forschungs- und Lebenspartner Moritz Brehm (im Kurzauftritt als „Prof. Heisenberg“ ebenfalls auf der Bühne zu sehen) gelungen ist: Wenn man ein Elektron (symbolisiert durch ein quietschendes Gummi-Huhn) in einen winzigen Quantenpunkt (Vogelkäfig) sperrt, dann können Silizium-Kristalle mit einer raffinierten Technik als Laser eingesetzt werden – dank Heisenbergs Unschärfeprinzip. Unterstützt durch Klänge aus „Star Wars“ demonstrierte Martyna Grydlik diesen Effekt mit gezielten Hühnerwürfen samt Laserschwert und wurde im anschließenden Publikumsvoting zum nationalen Slam Champion 2016 gekürt. SC Barbara Weitgruber (BMWFW) gratulierte der strahlenden Gewinnerin. Hier sind die VIDEOS

 

NEWS-ARCHIV